Bau von zwei Feuerwehrhäusern

Am Wochenende wurde das 140-jährige Bestehen mit der Feuerwehr Pastetten gefeiert. Dienstags ging es in der Gemeinderatssitzung erneut um die Zukunft beider Feuerwehren aus Pastetten und Reithofen-Harthofen. (wir berichteten)

Am 25.04 nahm der Gemeinderat seinen Beschluss vom Februar zurück, aufgrund des Drucks durch einige Bürger die ein Bürgerbegehrern umsetzten wollten. Nun hatte die Gemeinde nochmals genauer geprüft was die beste Lösung ist. In der Vorankündigung für die Veranstaltung, wurde geschrieben, dass Bürger vor der Gemeinderatsitzung Fragen stellen können. In der gut gefüllten alten Turnhalle präsentierte einer von drei Experten die aus ihrer Sicht beste umsetzbare Lösung.

In der Präsentation wurde erneut dargelegt, dass die Erfüllung der Hilfsfristen der wichtigste Punkt, der einzuhalten ist, beim Neubau der Feuerwehrhäuser. Diese sind am aktuellen Standort oder am immer wieder ins Gespräch gebrachte Bau, eines gemeinsamen Hauses, am aktuellen Sportplatz in Pastetten nicht möglich.

Im Anschluss der Präsentation wurde gefragt welche Folgen ein Ignorieren der Hilfsfristen für die betreffenden Orten hätte. Hier wurde festgestellt, dass dann mit höheren Brandschutzmaßnahmen für die Bauherren in diesen Ortschaften zu rechnen ist. Des Weiteren müsste die Gemeinde einen sehr guten Grund für die Nichteinhaltung der Hilfsfristen angeben.

Peter Lex, langjähriger Feuerwehrler und Kommandant der Feuerwehr Pastetten, verärgerte dass die Bürger vom Bürgerbegehren seit Monaten mit falschen Zahlen spielen würden. Das Planspiel mit einem

Betrag von 5,5 Millionen sei ein Worst Case Szenario

und diente lediglich dazu die Leistungsfähigkeit der Gemeinde zu prüfen. Dabei wurde festgestellt das es eben bis zu dieser Betragshöhe finanziell stemmbar ist, ohne andere Projekte wie z.B. das Älterwerden auf dem Land oder Radwegbau zu gefährden . Dies bestätigte auch Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger. Die genauen Kosten für ein Haus sind erst bekannt, wenn eine Planfeststellung gemacht wird, dann beginnt erst die Feinplanung und die Überlegung wo und wie Kosten eingespart werden können. Sie betonte mehrmals es muss den Vorschriften und die Sicherheit gewährleisten auch für die Zukunft der nächsten 30–40 Jahre. Die Feuerwehren haben ihr zu gesichert, soweit wie möglich durch Eigenleistung die Kosten  zu senken. Die beiden Häuser sollen auch zeitversetzt  und nicht gleichzeitig gebaut werden. Man stehe ebenfalls unter Druck, da die Berufsgenossenschaft im Bezug auf die Sicherheit, innerhalb des alten Feuerwehrhauses, inzwischen manches zu bemängeln hat. Hier würden Kosten von rund 800.000 Euro auf die Gemeinde zukommen, wenn nicht bald etwas geschehe. Diese Investition sei unsinnig wenn man ja so oder so einen Neubau plant.

Ein Zuschauer kritisierte die Angaben der Zahlen der Atemschützer in der Präsentation die Tagsüber im Ort seien, zum einen sind die Zahlen aus dem Jahr 2015 und es würden 30 % der Atemschutz Feuerleute in dem Bericht fehlen. Auch die Firma IBG wurde mehmals auf diese falschen Zahlen hingewiesen. Es wurde auch einige male angemerkt, dass der Unmut der Bürger auch daraus resultiert, da es keine genaue Gesamtkostenaufstellung der beiden Lösungsansätze gibt.  Zum einen wurde darauf hingewiesen, dass bei der letzten Gemeinderatssitzung vor einem halben Jahr diese möglichen Kosten aufgezeigt wurden und nochmals betont, dass keine genaue Planungt ohne eine Bauplanfestellung möglich is.

Eine Wortmeldung gab es, in der der Vorschlag unterbreitet wurde, auf dem Huber Anwesen, dass neben dem Kinderhaus stehe, Platz für ein Feuerwehrhaus sein würde und dieser Grund schon im Besitz der Gemeinde ist. Die Bürgermeisterin erwiderte dass dieses Grundstück schon in Betracht gezogen wurde vom Gemeinderat, aber das Haus nicht dort hin passe. Dazu gab es dann auch die Kritik eines anderen dass es im Hinblick auf das Kinderhaus und der Sicherheit nicht zu vereinbaren würde dort ein Feuerwehrhaus zu platzieren. Des Weiteren handelte es sich dabei um Baugrund der einen vielfachen Wert eines landwirtschaftlichen Grundes hat. Da der Feuerwehrhausbau privilegiert ist, wäre das defintiv Geldverschwendung. Hans Kerschbaum Gemeinderatsmitglied der Freien Wähler wollte dann noch wissen, ob ein Haus auf dem Sportplatzgelände Platz hätte, dies konnte bestätigt werden. Jedoch aufgrund der Hilfsfristen, nur das Haus der Feuerwehr Reithofen-Harthofen. Cornelia Vogelfänger meinte auch dazu,

es wäre wohl verwunderlich wenn das neue Feuerwehrhaus des Nachbarortes in Pastetten stehen würde.

Nach gut einer Stunde Aussprache der Bürger mit Gemeinderat und den Fachexperten begann dann die eigentliche Gemeindesitzung.

Man kam schnell nach dem ersten Punkt zur Abstimmung über das zentrale Thema des Abends, ein oder zwei Feuerwehrhäuser. Die Bürgermeisterin wies in mehreren Punkten darauf hin  dass jetzt ein Beschluss gefällt werden muss. Sie sei verärgert über Leserbriefe mit Halbwahrheiten in der Zeitung. Sie verlange mehr Respekt für die Feuerwehren, die ihre Freizeit Opfern um anderen zu helfen oder sich auf mögliche Einsätze durch Übungen und Schulungen vorbereiten, während andere ihren Hobbys nachgingen. Sie haben es verdient eine vernünftige Ausrüstung zu haben und damit die Standards wieder erfüllt sind in der Gemeinde Pastetten.

Mit 3 Gegenstimmen wurde dann erneut der Bau von zwei Feuerwehrhäusern, eins an der Poigenberger Straße und eins in Reithofen, beschlossen. Damit gibt es jetzt zwar einen Beschluss für zwei Feuerwehrhäuser, jedoch bezweifle ich das die Diskussion beendet ist in der Gemeinde bei den Bürgern. Noch ist aber auch kein Baugrund festgelegt und ein kein genauer Bauplan erstellt. Es wird noch mal spannend was dann die tatsächlichen Kosten sind und wenn die viel diskutierten Zahlen keine fiktiven Summen mehr sind.

Eine weitere Information gab es im Bezug auf den Radweg in Richtung Markt Schwaben, die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden haben sich getroffen und diese werden ihren Gemeinderäten davon berichten. Ein Bau soll voraussichtlich 2019 erfolgen.

 

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